Ein Ischia Reisebericht

Eigentlich bin ich eher der Spontanreisende, der sich auch einfach zu Beginn des Urlaubs zum Flughafen begibt und den nächstbesten, noch freien Flug für seinen Urlaub nimmt. Doch diesmal sollte es etwas Besonderes werden und entsprechend räumte ich mir selber einige Vorbereitungszeit und Recherchen ein. Letztlich fiel meine Wahl auf Ischia – der größten der drei Inseln im Golf von Neapel, nicht weit vom Festland entfernt und doch weit genug um nicht ständig von diesem gelockt zu werden. Ansprechend fand ich die Informationen über die Thermen und die Möglichkeiten sich freizeit- und sporttechnisch auf der Insel voll entfalten zu können. Nach kurzer Suche im Netz stieß ich schließlich auf die Seiten von www.bella-ischia.de und fühlte mich auf Anhieb von dieser Webseite angesprochen. Nach einer ersten Kontaktaufnahme – im Übrigen eine sehr freundliche und kompetente Beratung – ging alles recht schnell und ich buchte über Bella Ischia meinen nächsten Urlaub auf Ischia. Empfohlen wurde mir das Hotel della Baia – ein Glücksgriff, wie sich herausstellte.

Mein Ischiaurlaub

Mein Ischiaurlaub

Im Juni, noch vor den allgemeinen Ferien in Deutschland und Italien ging es los. Zunächst per Flieger nach Neapel und von dort mit dem Boot nach Ischia hinüber, von wo aus letztlich nur noch der Weg zum Hotel überwunden werden musste. Ischia besitzt ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz, so dass es mir trotz Gepäck nicht sonderlich schwer fiel zu meinem Ziel – das Hotel della Baia – zu gelangen. Ich hatte mir vorgenommen diesmal nicht auf Luxus zu verzichten, einfach einmal entspannten Urlaub mit allen Möglichkeiten und ohne Einschränkung machen und bereits das Hotel versprach mir dahingehend einen erfolgreichen Urlaub. Mit 16 Zimmern gehört das 4-Sterne-Hotel sicher nicht zu den Größten von Ischia, aber vom Ambiente und der Umgebung her gewiss zu einem der Schönsten. Direkt am Negombo-Thermalpark gelegen, konnte ich auch auf all dessen Leistungen während meines Aufenthaltes auf Ischia zugreifen – im Preis inklusive. Neben dem reichhaltigen Angebot des Thermalparks – heiße Quellen, Türkische Bäder, eine Vielzahl an Massagetypen und so weiter – wurden einige der Wellnessangebote auch direkt im Hotel della Baia angeboten.

Strand auf Ischia

Strand auf Ischia

Zu einem richtigen Urlaub gehört für mich auch fast immer der Strand, weniger zum Sonnenbaden – obwohl ich das zwischendurch durchaus auch ganz gerne mal faul mit einem Buch tue – sondern weil ich es liebe im Meer zu schwimmen. Und auch hier hatte meine Beraterin Frau Bernhard von www.bella-ischia.de völlig Recht, als sie mir das Hotel an der Montanabucht empfahl. Der Strand war sehr schön und um diese Zeit des Jahres definitiv nicht überlaufen, obwohl man bereits sehr gut im Meer schwimmen konnte. Ischia bietet dahingehend bereits ab Mai – für Hartgesottenere, zu denen ich wohl eher nicht zähle – auch schon eher die Möglichkeit das Salz des Tyrrhenischen Meeres auf der eigenen Haut zu spüren. Da man mir von Bekannten empfohlen hatte, das man auf Ischia auch gut Schnorcheln könnne, ließ ich mich vor Ort im Hotel über die besten Schnorchelgebiete beraten und verlebte zwei sehr angenehme Nachmittage halb unter Wasser. Um mein Wasserprogramm abzurunden gönnte ich mir auch einen Segeltörn durch den Golf von Neapel. Leider war das Wetter ausgerechnet an dem Tag nicht so schön, weshalb ich ihn nicht so sehr genießen konnte, wie ich es gerne hätte, aber dennoch hat er sich gelohnt.

Im Negombo-Park

Im Negombo-Park

Da ich ein sehr aktiver Urlauber bin, musste ich natürlich auch unbedingt die Wanderrouten auf der Insel ausprobieren und wagte mich die ersten Male auf leichtere Strecken, ehe ich zuletzt sogar den Monte Epomeo hinauf wanderte. Der Blick von hier – bei bester Sicht und schönem Sonnenschein über den glitzernden Golf und die Insel Ischia selber– war wunderbar und entschädigte allemal für die Anstrengungen des Weges. Zu einem richtigen Urlaub zählt für mich aber auch den Urlaubsort und dessen Umgebung kennen zu lernen, die Sehenswürdigkeiten zu erkunden und das Leben und die Kultur der Menschen vor Ort mit zu erleben. So besichtigte ich nicht nur das Castello d’Aragonese und die Nonnengruft – ein recht makabrer und dennoch äußerst beeindruckender Ort – sondern auch die Giardini Ravino und die ein oder andere Ausstellung auf Ischia. Außerdem hatte ich das Glück während der Festivitäten des Schutzpatrons von Forio San Vito auf Ischia die letzten Tage meines Urlaubs zu verleben, weshalb ich sowohl Zeuge der Prozession als auch begeisterter Besucher des Volksfestes wurde. Das einzige Manko, das ich Ischia zuschreiben muss, ist die Küche: sie war zu gut! Ich hatte bisher selten die Gelegenheit echte, traditionelle, italienische Küche zu genießen und wurde auf Ischia mit einer einfachen und doch sehr, sehr leckeren Küche verwöhnt, die ich zu Hause – besonders in meiner eigenen Küche – nun des Öfteren vermisse.

Ich bin mir sicher irgendwann nach Ischia zurück zu kehren und noch einmal ein oder zwei Wochen entspannenden Urlaub zu machen. Dann werde ich den Schwerpunkt aber wohl noch etwas mehr auf die Sehenswürdigkeiten der Insel und deren Umland – die Schwesterinseln Capri und Procida sowie die nahe gelegene und sehr schöne Amalfiküste, Neapel und die Ruinen von Pompeji – in mein Programm mit aufnehmen und vielleicht ein oder zwei Tage weniger Wellness machen – andererseits… Vielleicht fahre ich auch einfach gleich zwei Tage länger.